Dividendenkalender Schweiz 2026

Alle Dividenden, Hauptversammlungen und Auszahlungstermine der SMI-Unternehmen auf einen Blick.

SMI Aktien
20
Ø Dividendenrendite
3.06%
Höchste Rendite
5.05%
Kommende Auszahlungen
1

SMI Dividenden 2026

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Unternehmen Symbol Sektor Dividende Rendite HV-Datum Ex-Datum Zahltag
ABB Ltd ABBN Industrie CHF 0.90 0.00% 19.03.2026 23.03.2026 25.03.2026
Alcon Inc ALC Medizintechnik CHF 0.24 0.34% 30.04.2026 04.05.2026 06.05.2026
Geberit AG GEBN Baumaterialien CHF 12.70 2.02% 15.04.2026 17.04.2026 21.04.2026
Givaudan SA GIVN Aromen & Duftstoffe CHF 68.00 1.76% 19.03.2026 23.03.2026 25.03.2026
Holcim Ltd HOLN Baustoffe CHF 2.80 4.41% 13.05.2026 15.05.2026 19.05.2026
Logitech International SA LOGN Technologie CHF 1.26 - 09.09.2025 22.09.2025 24.09.2025
Lonza Group AG LONN Pharma CHF 4.00 0.70% 13.04.2025 13.05.2025 12.06.2025
Nestlé S.A. NESN Nahrungsmittel CHF 3.05 3.92% 16.04.2026 20.04.2026 22.04.2026
Novartis AG NOVN Pharma CHF 3.50 3.53% 06.03.2026 10.03.2026 12.03.2026
Partners Group Holding AG PGHN Private Equity CHF 42.00 3.91% 20.05.2026 22.05.2026 26.05.2026
Richemont SA CFR Luxusgüter CHF 2.75 1.81% 09.09.2026 11.09.2026 15.09.2026
Roche Holding AG ROG Pharma CHF 9.60 3.65% 10.03.2026 12.03.2026 16.03.2026
SGS SA SGSN Dienstleistungen CHF 3.20 3.78% 26.03.2026 30.03.2026 01.04.2026
Sika AG SIKA Bauchemie CHF 3.30 1.56% 24.03.2026 26.03.2026 30.03.2026
Sonova Holding AG SOON Hörsysteme CHF 35.00 4.32% 16.06.2026 18.06.2026 22.06.2026
Swiss Life Holding AG SLHN Versicherung CHF 35.00 4.32% 07.05.2026 11.05.2026 13.05.2026
Swiss Re AG SREN Rückversicherung CHF 5.85 4.12% 10.04.2026 14.04.2026 16.04.2026
Swisscom AG SCMN Telekommunikation CHF 22.00 3.91% 25.03.2026 27.03.2026 31.03.2026
UBS Group AG UBSG Banken CHF 0.56 1.94% 15.04.2026 17.04.2026 21.04.2026
Zurich Insurance Group AG ZURN Versicherungen CHF 28.00 5.05% 09.04.2025 10.04.2025 14.04.2025

Der umfassende Ratgeber: Dividenden in der Schweiz verstehen

Dividenden sind ein wesentlicher Bestandteil der Rendite von Aktieninvestitionen und spielen besonders für langfristig orientierte Anleger eine zentrale Rolle. In der Schweiz haben Dividenden eine lange Tradition: Etwa vier von fünf Unternehmen, deren Aktien an der Schweizer Börse SIX gehandelt werden, schütten regelmässig Dividenden an ihre Aktionäre aus. Dieser umfassende Ratgeber erklärt Ihnen alles, was Sie als Einsteiger oder fortgeschrittener Anleger über Schweizer Dividenden wissen müssen.

Von der Berechnung der Dividendenrendite über die steuerliche Behandlung bis hin zur Reinvestitionsstrategie – wir beleuchten alle wichtigen Aspekte, die für eine erfolgreiche Dividendenstrategie in der Schweiz relevant sind.

1 Was sind Dividenden?

Eine Dividende ist eine Gewinnausschüttung, die eine Aktiengesellschaft an ihre Aktionäre zahlt. Sie stellt einen Anteil am Unternehmensgewinn dar und wird in der Regel einmal jährlich – in der Schweiz typischerweise im Frühjahr nach der Generalversammlung – ausgezahlt. Die Höhe der Dividende wird vom Verwaltungsrat vorgeschlagen und muss von der Generalversammlung genehmigt werden.

Im Gegensatz zu Zinszahlungen bei Anleihen, die einen festen Betrag darstellen, sind Dividenden variabel und hängen vom wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens ab. Ein Unternehmen kann seine Dividende erhöhen, wenn es gute Gewinne erzielt, sie aber auch kürzen oder ganz streichen, wenn die Geschäftslage dies erfordert.

Wussten Sie schon?

In den letzten 30 Jahren haben Dividenden etwa die Hälfte der Gesamtrendite von Schweizer Aktien beigetragen. Eine Dividendenstrategie ist daher keineswegs nur «nettes Extra», sondern ein fundamentaler Baustein des Vermögensaufbaus.

Die Dividendenpolitik eines Unternehmens sagt viel über dessen finanzielle Gesundheit und Aktionärsorientierung aus. Viele börsennotierte Schweizer Unternehmen haben sich zu einer progressiven Dividendenpolitik verpflichtet, bei der kurzfristige Gewinnschwankungen nicht direkt in den Dividendenausschüttungen reflektiert werden. Diese Stabilität ist ein starkes Qualitätssignal für Investoren.

2 Die Dividendenrendite berechnen und verstehen

Die Dividendenrendite ist eine der wichtigsten Kennzahlen für Dividendeninvestoren. Sie zeigt an, wie viel Prozent des investierten Kapitals ein Anleger durch die Dividende zurückerhält – unabhängig von Kursentwicklungen.

Formel zur Berechnung der Dividendenrendite

Dividendenrendite (%) = (Dividende pro Aktie / Aktienkurs) × 100

Rechenbeispiel mit einer Schweizer Aktie

Nehmen wir an, ein Unternehmen wie Nestlé zahlt eine Dividende von CHF 3.00 pro Aktie und der aktuelle Aktienkurs liegt bei CHF 95.00. Die Berechnung sieht wie folgt aus:

Dividendenrendite = (CHF 3.00 / CHF 95.00) × 100 = 3.16%

Das bedeutet, dass ein Anleger für jede investierten CHF 95.00 einen jährlichen Ertrag von etwa CHF 3.00 erhält – allein durch die Dividende, unabhängig von der Kursentwicklung.

Durchschnittliche Dividendenrendite im SMI

In der Schweiz liegt die durchschnittliche Dividendenrendite der SMI-Unternehmen bei etwa 3 Prozent. Es gibt jedoch erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Sektoren. Versicherungsunternehmen wie Swiss Life, Swiss Re und Zurich Insurance weisen häufig überdurchschnittliche Renditen von 5 bis 6 Prozent auf, während Technologie- und Wachstumsunternehmen tendenziell niedrigere Renditen bieten.

Wichtiger Hinweis zur Interpretation

Eine hohe Dividendenrendite ist nicht automatisch positiv! Da die Rendite auch durch einen fallenden Aktienkurs steigt (der Nenner der Formel wird kleiner), kann eine ungewöhnlich hohe Rendite ein Warnsignal sein. Renditen über 6-8% sollten kritisch hinterfragt werden – möglicherweise rechnet der Markt mit einer Dividendenkürzung.

3 Die wichtigen Dividendentermine verstehen

Um Dividenden zu erhalten, müssen Anleger die relevanten Termine kennen. In der Schweiz sind vier Daten besonders wichtig:

Generalversammlung (GV/HV)

Die Generalversammlung ist das oberste Organ der Aktiengesellschaft. Hier wird auf Antrag des Verwaltungsrats über die Dividende abgestimmt. Die Dividende wird erst dann rechtlich verbindlich, wenn die GV dem Vorschlag zugestimmt hat – was allerdings in der Regel eine Formsache ist.

Ex-Dividenden-Tag (Ex-Tag)

Der Ex-Tag ist der erste Handelstag, an dem eine Aktie ohne Dividendenanspruch gehandelt wird. Wer die Aktie am oder nach diesem Tag kauft, erhält die Dividende nicht mehr. In der Schweiz ist dies typischerweise zwei Bankarbeitstage nach der Generalversammlung.

Record Date (Stichtag)

Am Record Date wird festgestellt, welche Aktionäre im Register eingetragen sind und somit Anspruch auf die Dividende haben. Dieser Tag liegt in der Regel einen Geschäftstag nach dem Ex-Tag und dient der clearingmässigen Abwicklung.

Zahltag (Payment Date)

Der Zahltag ist der Tag, an dem die Dividende tatsächlich auf das Konto des Aktionärs überwiesen wird. In der Schweiz erfolgt dies üblicherweise zwei bis drei Bankarbeitstage nach dem Ex-Tag. Die Bank schreibt dann 65% der Bruttodividende gut (nach Abzug der Verrechnungssteuer).

Der Dividendenabschlag erklärt

Am Ex-Tag wird der Aktienkurs automatisch um den Betrag der Bruttodividende reduziert – dies nennt man Dividendenabschlag. Wenn eine Aktie am Vortag bei CHF 100.00 schliesst und eine Dividende von CHF 4.00 ausschüttet, eröffnet sie am Ex-Tag typischerweise bei etwa CHF 96.00.

Dies ist keine echte Kurslücke oder gar Manipulation, sondern eine rechnerische Anpassung. Der Gesamtwert für den Aktionär bleibt gleich: Er hält nun eine Aktie im Wert von CHF 96.00 plus CHF 4.00 in bar (vor Steuern). In der Praxis kann der tatsächliche Eröffnungskurs aufgrund anderer Marktfaktoren natürlich abweichen.

Praxistipp für Dividendeninvestoren

Sie müssen die Aktie nicht über einen bestimmten Zeitraum halten, um dividendenberechtigt zu sein. Es reicht aus, wenn Sie die Aktie am Tag vor dem Ex-Tag im Depot haben. Allerdings bringt der gezielte Kauf kurz vor der Dividende (sog. Dividenden-Hopping) keinen echten Vorteil, da der Dividendenabschlag den Gewinn neutralisiert – und zusätzlich fallen Transaktionskosten und Steuern an.

4 Besteuerung von Dividenden in der Schweiz

Die Besteuerung von Dividenden ist ein wichtiger Faktor, der die Nettorendite erheblich beeinflusst. In der Schweiz gibt es ein einzigartiges System mit der Verrechnungssteuer.

Die Verrechnungssteuer von 35%

Dividenden von Schweizer Aktiengesellschaften unterliegen einer Verrechnungssteuer von 35% auf den Bruttobetrag. Diese Steuer wird direkt an der Quelle einbehalten – Sie erhalten also nur 65% der Dividende ausgezahlt, während 35% an die Eidgenössische Steuerverwaltung abgeführt werden.

Beispielrechnung Verrechnungssteuer

Bruttodividende: CHF 5.00 pro Aktie

Verrechnungssteuer (35%): CHF 1.75

Netto-Auszahlung: CHF 3.25 pro Aktie

Rückerstattung der Verrechnungssteuer

Die gute Nachricht: Als in der Schweiz steuerpflichtige Person können Sie die Verrechnungssteuer vollständig zurückfordern. Der Zweck dieser Steuer ist es, Steuerhinterziehung zu vermeiden – wer seine Erträge korrekt in der Steuererklärung deklariert, erhält das Geld zurück.

Um die Rückerstattung zu erhalten, müssen Sie alle Dividendenerträge im Wertschriftenverzeichnis Ihrer Steuererklärung vollständig angeben. Der Kanton verrechnet dann die Verrechnungssteuer mit Ihrer Steuerrechnung oder erstattet sie direkt zurück.

Einkommenssteuer auf Dividenden

Dividenden müssen zusätzlich als Einkommen versteuert werden. In der Schweiz werden sie zum regulären Einkommenssteuersatz besteuert, der je nach Kanton und Gemeinde unterschiedlich ausfällt. Bei qualifizierten Beteiligungen (mindestens 10% am Kapital) gilt das Privileg der Teilbesteuerung: Dividenden sind dann auf Bundesebene nur zu 70% und auf Kantonsebene je nach Kanton zu 50-80% steuerbar.

Steuerfreie Dividenden aus Kapitaleinlagereserven

Ein besonderes Merkmal des Schweizer Steuerrechts sind steuerfreie Dividenden aus Kapitaleinlagereserven. Diese entstehen, wenn Investoren bei Kapitalerhöhungen mehr als den Nennwert bezahlen (Agio). Ausschüttungen aus diesen Reserven sind für Privatanleger sowohl von der Einkommenssteuer als auch von der Verrechnungssteuer befreit.

Beispiele für steuerfreie Dividenden

Einige Schweizer Unternehmen wie Holcim oder EFG können ihre Dividenden ganz oder teilweise aus Kapitaleinlagereserven zahlen. Bei börsennotierten Unternehmen darf seit 2020 maximal 50% der Dividende aus diesen Reserven stammen. Achten Sie in der Dividendenankündigung auf die Angabe «aus Kapitaleinlagereserven» – dies ist ein steuerlicher Vorteil für Sie.

Kursgewinne vs. Dividenden: Der steuerliche Unterschied

Ein wichtiger Vorteil für Privatanleger in der Schweiz: Kursgewinne auf Aktien sind im Privatvermögen steuerfrei! Während Dividenden der Einkommenssteuer unterliegen, müssen Sie auf Gewinne aus dem Verkauf von Aktien keine Steuern zahlen. Diese asymmetrische Besteuerung führt dazu, dass die effektive Steuerlast bei dividendenstarken Aktien höher sein kann als bei Wachstumsaktien, die ihren Gewinn reinvestieren.

5 Dividenden reinvestieren: Der Zinseszinseffekt

Die Reinvestition von Dividenden ist eine der effektivsten Strategien zum langfristigen Vermögensaufbau. Anstatt die erhaltenen Dividenden auszugeben, werden sie zum Kauf weiterer Aktien verwendet – dies führt zu einem mächtigen Zinseszinseffekt.

Was ist ein Dividenden-Reinvestitionsplan (DRIP)?

DRIP steht für «Dividend Reinvestment Plan» – ein Programm, bei dem Dividenden automatisch in zusätzliche Aktien des ausschüttenden Unternehmens reinvestiert werden. In der Schweiz bieten nicht alle Banken automatische DRIPs an, aber Sie können die Reinvestition manuell vornehmen.

Die Macht des Zinseszinseffekts – Ein eindrucksvolles Beispiel

Ein Investor, der 1970 USD 10'000 in einen S&P 500 Indexfonds investierte:

Ohne Reinvestition (nur Kurssteigerung)

USD 350'000

nach 50 Jahren

Mit Dividenden-Reinvestition

USD 1'600'000

nach 50 Jahren

Die Reinvestition der Dividenden hat das Endvermögen mehr als vervierfacht!

Wie funktioniert der Zinseszinseffekt?

Bei der Reinvestition kaufen Sie mit den erhaltenen Dividenden zusätzliche Aktien. Diese neuen Aktien generieren im nächsten Jahr ebenfalls Dividenden, die wieder reinvestiert werden können. So wächst Ihr Aktienbestand exponentiell:

  • Jahr 1: Sie besitzen 100 Aktien → Dividende kauft 3 neue Aktien → 103 Aktien
  • Jahr 2: 103 Aktien → Dividende kauft 3.1 neue Aktien → 106.1 Aktien
  • Jahr 3: 106.1 Aktien → Dividende kauft 3.2 neue Aktien → 109.3 Aktien
  • Nach 10 Jahren: ca. 135 Aktien (ohne eigene Einzahlungen!)

Ab etwa dem 20. Jahr kippt das Verhältnis deutlich – der Zinseszinseffekt wirkt dann zunehmend stärker und sorgt dafür, dass das reinvestierte Vermögen deutlich höher ausfällt als eine Strategie mit Dividendenkonsum.

Für wen eignet sich die Reinvestition?

Die Reinvestition eignet sich besonders für Anleger, die langfristig (10+ Jahre) investieren möchten und auf laufende Erträge verzichten können. Wer hingegen im Ruhestand von seinen Dividenden leben möchte, sollte diese als regelmässiges Einkommen verwenden.

6 Die Ausschüttungsquote (Payout Ratio) verstehen

Die Ausschüttungsquote ist eine zentrale Kennzahl für die Beurteilung der Nachhaltigkeit einer Dividende. Sie zeigt an, welchen Anteil des Gewinns ein Unternehmen als Dividende ausschüttet.

Formel zur Berechnung der Ausschüttungsquote

Ausschüttungsquote (%) = (Dividende je Aktie / Gewinn je Aktie) × 100

Was ist eine gesunde Ausschüttungsquote?

Für die meisten etablierten Unternehmen haben sich Ausschüttungsquoten zwischen 30% und 60% als sinnvoll erwiesen. In diesem Bereich bleibt genügend Kapital für Investitionen und Wachstum, während Aktionäre eine attraktive Dividende erhalten.

Niedrig (< 30%)

Das Unternehmen reinvestiert stark für Wachstum. Gut für zukunftsorientierte Firmen, aber Dividendenrendite oft gering.

Gesund (30-60%)

Ausgewogenes Verhältnis zwischen Ausschüttung und Reinvestition. Optimal für die meisten Dividendenaktien.

Hoch (> 75%)

Wenig Spielraum für Wachstumsinvestitionen. Bei stabilen Branchen (Versorger) akzeptabel, sonst kritisch prüfen.

Warnsignal: Ausschüttungsquote über 100%

Wenn die Ausschüttungsquote dauerhaft über 100% liegt, zahlt das Unternehmen mehr aus, als es verdient. Dies bedeutet, dass Rücklagen oder Eigenkapital angegriffen werden – eine nicht nachhaltige Situation. Solche «Ausschüttungen aus der Substanz» können den Unternehmenswert langfristig erheblich mindern und deuten oft auf eine bevorstehende Dividendenkürzung hin.

Branchenspezifische Unterschiede

Die «optimale» Ausschüttungsquote variiert stark je nach Branche. Technologieunternehmen haben oft niedrige Quoten (unter 30%), da sie stark in Forschung und Entwicklung investieren. Versorgungsunternehmen und REITs (Immobiliengesellschaften) haben hingegen oft Quoten von 70-90%, da sie stabile Cashflows generieren und weniger Wachstumsinvestitionen benötigen.

7 Schweizer Dividendenaristokraten

Dividendenaristokraten sind Unternehmen, die ihre Dividende über einen langen Zeitraum – mindestens 10 Jahre, in der strengsten Definition sogar 25 Jahre – kontinuierlich erhöht haben. Diese Titel gelten als besonders zuverlässige Dividendenzahler.

Die Schweizer Dividendenaristokraten im SMI

Unter den Schweizer SMI-Unternehmen finden sich einige etablierte Dividendenaristokraten:

Die «Big Three»
  • • Nestlé
  • • Novartis
  • • Roche

Jahrzehntelange Dividendenhistorie

Industrieführer
  • • Geberit
  • • Givaudan
  • • Sika

Konstante Dividendenerhöhungen

Finanz & Tech
  • • Swiss Life
  • • Partners Group
  • • Logitech

Starkes Dividendenwachstum

Warum Dividendenaristokraten attraktiv sind

Unternehmen, die ihre Dividende Jahr für Jahr erhöhen können, beweisen damit finanzielle Stärke und ein nachhaltiges Geschäftsmodell. Die kontinuierliche Erhöhung der Ausschüttung bedeutet:

  • Stabiles und wachsendes Ertragspotenzial des Unternehmens
  • Diszipliniertes Finanzmanagement
  • Verpflichtung gegenüber Aktionären
  • Oft defensive Eigenschaften in Marktabschwüngen

Top-Performer: Swiss Life

Der Versicherer Swiss Life kombiniert derzeit die höchste Dividendenrendite unter den Schweizer Aristokraten (knapp 6%) mit dem stärksten Dividendenwachstum der letzten zehn Jahre. Das Unternehmen konnte durch seine nachhaltige Dividendenpolitik und solide Geschäftsentwicklung überzeugen.

8 Dividendenstrategie und Portfolio-Diversifikation

Eine durchdachte Dividendenstrategie geht weit über die Auswahl einzelner Aktien mit hoher Rendite hinaus. Die richtige Diversifikation ist entscheidend für den langfristigen Erfolg und die Risikominimierung.

Risiken bei mangelnder Diversifikation

Da bestimmte Sektoren – etwa Versicherungen, Versorger oder Telekom – tendenziell höhere Dividenden zahlen, besteht bei einer reinen Dividendenstrategie die Gefahr einer Übergewichtung dieser Branchen. Dies kann zu einem erhöhten Sektorrisiko führen: Wenn die gesamte Versicherungsbranche unter Druck gerät, leidet Ihr Portfolio überproportional.

Strategien für bessere Diversifikation

1
Branchenstreuung

Investieren Sie in Dividendenaktien aus verschiedenen Sektoren: Pharma (Novartis, Roche), Konsumgüter (Nestlé), Finanzen (UBS, Swiss Re), Industrie (ABB, Holcim). So reduzieren Sie branchenspezifische Risiken.

2
Geografische Streuung

Ergänzen Sie Schweizer Aktien mit internationalen Dividendenzahlern. Beachten Sie dabei unterschiedliche Quellensteuerregelungen.

3
Zahlungszeitpunkte staffeln

Wählen Sie Unternehmen mit unterschiedlichen Ausschüttungsterminen, um einen gleichmässigeren Cashflow über das Jahr zu erreichen.

4
ETFs als Ergänzung

Dividenden-ETFs bieten sofortige Diversifikation über hunderte Titel und eignen sich besonders für Anleger mit kleinerem Kapital.

Einzelaktien vs. Dividenden-ETFs

Vorteile Einzelaktien
  • + Volle Kontrolle über die Aktienauswahl
  • + Keine laufenden Verwaltungsgebühren
  • + Gezielte Auswahl nach eigenen Kriterien
  • + Potenziell höhere Rendite bei guter Auswahl
Vorteile Dividenden-ETFs
  • + Sofortige breite Diversifikation
  • + Geringeres Einzeltitelrisiko
  • + Weniger Zeitaufwand für Recherche
  • + Ideal für Einsteiger und kleinere Portfolios

9 Qualitätskriterien für Dividendenaktien

Eine hohe Dividendenrendite allein ist kein Garant für eine gute Investition. Erfahrene Dividendeninvestoren achten auf mehrere Qualitätskriterien, um nachhaltig profitable Aktien zu identifizieren.

Die wichtigsten Qualitätskriterien

1. Dividendenkontinuität

Wie lange zahlt das Unternehmen schon ununterbrochen Dividende? Wurde die Dividende in den letzten Jahren erhöht, gehalten oder gekürzt? Eine lange Historie stabiler oder steigender Dividenden ist ein starkes Qualitätsmerkmal.

2. Dividendenwachstum (CAGR)

Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate der Dividende (CAGR) zeigt, wie dynamisch ein Unternehmen seine Ausschüttungen entwickelt. Ein Unternehmen mit 5% jährlichem Dividendenwachstum verdoppelt seine Ausschüttung in etwa 14 Jahren.

3. Free Cashflow-Deckung

Der Free Cashflow (FCF) zeigt, wie viel Kapital nach Investitionen tatsächlich übrig bleibt. Die Dividende sollte problemlos aus dem FCF finanziert werden können. Ein FCF, der das 1.5- bis 2-fache der Dividendenzahlung beträgt, gilt als solide.

4. Verschuldungsgrad

Hoch verschuldete Unternehmen können in Krisenzeiten gezwungen sein, ihre Dividende zu kürzen, um Schulden zu bedienen. Ein niedriger Verschuldungsgrad bietet mehr Sicherheit für die Dividendenkontinuität.

5. Wettbewerbsvorteile (Economic Moat)

Unternehmen mit nachhaltigen Wettbewerbsvorteilen – starke Marken, Patente, Netzwerkeffekte, Kostenführerschaft – können ihre Margen langfristig verteidigen und damit stabile Dividenden finanzieren.

Warnsignale bei hohen Dividendenrenditen

Renditen von 8%, 10% oder mehr klingen verlockend, sind aber oft Warnsignale. Mögliche Gründe: stark gefallener Aktienkurs (Markt erwartet Probleme), nicht nachhaltige Ausschüttung aus der Substanz, oder bevorstehende Dividendenkürzung. Faustregel: Ab 6% kritisch hinterfragen, ab 8% besonders vorsichtig sein.

10 Aktionärsrechte und die Generalversammlung

Als Aktionär einer Schweizer Aktiengesellschaft haben Sie nicht nur Anspruch auf Dividenden, sondern auch wichtige Mitwirkungsrechte. Die Generalversammlung ist das Forum, in dem diese Rechte ausgeübt werden.

Ihre wichtigsten Aktionärsrechte

  • Stimmrecht: Sie können an der GV über alle Tagesordnungspunkte abstimmen, einschliesslich der Dividende
  • Teilnahme- und Rederecht: Sie dürfen an der GV teilnehmen und das Wort ergreifen
  • Auskunftsrecht: Der Verwaltungsrat muss Ihre Fragen zur Geschäftstätigkeit beantworten
  • Bezugsrecht: Bei Kapitalerhöhungen haben Sie das Recht, neue Aktien proportional zu zeichnen
  • Anfechtungsrecht: GV-Beschlüsse, die gegen Gesetz oder Statuten verstossen, können Sie anfechten

Die Dividendenentscheidung an der GV

Die Dividende kann nur von der Generalversammlung beschlossen werden – das Recht auf Dividende ist im Grundsatz nicht entziehbar. Der Verwaltungsrat schlägt die Dividendenhöhe vor, aber die finale Entscheidung liegt bei den Aktionären. In der Praxis wird der Vorschlag des Verwaltungsrats fast immer angenommen.

Neuerung seit 2023: Zwischendividende

Seit dem 1. Januar 2023 können Schweizer Aktiengesellschaften auch Zwischendividenden (Interimsdividenden) ausschütten. Basierend auf einem Zwischenabschluss kann die GV beschliessen, auch während des Geschäftsjahres Ausschüttungen vorzunehmen – nicht nur einmal jährlich nach dem Jahresabschluss.

Stärkung der Aktionärsrechte durch die Aktienrechtsrevision 2023

Die Aktienrechtsrevision hat die Rechte der Aktionäre, besonders der Minderheitsaktionäre, gestärkt:

  • Bei börsenkotierten Unternehmen können Aktionäre bereits ab 5% (vorher 10%) die Einberufung einer ausserordentlichen GV verlangen
  • Verbesserte Informationsrechte und Transparenzvorschriften
  • Erleichterte Möglichkeiten zur elektronischen Teilnahme an der GV

11 Praktische Tipps für Dividendeninvestoren

Zum Abschluss haben wir die wichtigsten praktischen Tipps zusammengestellt, die Ihnen beim Aufbau und der Pflege eines erfolgreichen Dividendenportfolios helfen.

Do's
  • ✓ Langfristig denken – Dividendenstrategie ist Marathon, kein Sprint
  • ✓ Auf Qualität vor Rendite setzen
  • ✓ Dividenden reinvestieren für maximalen Zinseszins
  • ✓ Portfolio breit diversifizieren
  • ✓ Dividenden korrekt in der Steuererklärung angeben
  • ✓ Regelmässig die Fundamentaldaten prüfen
  • ✓ Geduld haben – gute Dividendenaktien lange halten
Don'ts
  • ✗ Nur auf hohe Rendite schauen (oft Warnsignal)
  • ✗ Dividenden-Hopping kurz vor Ex-Tag
  • ✗ Alle Eier in einen Korb – keine Klumpenrisiken
  • ✗ Verschuldete Unternehmen mit hoher Ausschüttung
  • ✗ Kurzfristig denken und bei Kursrückgängen panisch verkaufen
  • ✗ Steuern ignorieren – Nettorendite zählt
  • ✗ Blind auf vergangene Dividenden vertrauen

Checkliste vor dem Kauf einer Dividendenaktie

  • Ist die Dividendenrendite realistisch (nicht übertrieben hoch)?
  • Liegt die Ausschüttungsquote unter 75%?
  • Hat das Unternehmen eine stabile oder wachsende Dividendenhistorie?
  • Ist der Free Cashflow ausreichend zur Deckung der Dividende?
  • Ist die Verschuldung des Unternehmens tragbar?
  • Passt die Aktie zur Diversifikation meines Portfolios?
  • Verstehe ich das Geschäftsmodell des Unternehmens?

Dividenden als Baustein Ihres Vermögensaufbaus

Dividenden bieten eine attraktive Möglichkeit, am Erfolg von Schweizer Unternehmen teilzuhaben und ein passives Einkommen aufzubauen. Die Schweiz mit ihren stabilen, dividendenstarken SMI-Unternehmen bietet hervorragende Voraussetzungen für eine erfolgreiche Dividendenstrategie.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in einer ausgewogenen Strategie: Setzen Sie auf Qualität statt auf maximale Rendite, diversifizieren Sie Ihr Portfolio über verschiedene Branchen und Unternehmen, und nutzen Sie den Zinseszinseffekt durch konsequente Reinvestition. Vergessen Sie dabei nicht die steuerlichen Aspekte – deklarieren Sie Ihre Dividenden korrekt, um die Verrechnungssteuer zurückzuerhalten.

Mit dem Dividendenkalender Schweiz haben Sie alle wichtigen Termine und Informationen zu den SMI-Dividenden im Blick. Nutzen Sie diese Übersicht, um Ihre Dividendenstrategie zu planen und Ihre finanziellen Ziele zu erreichen.

Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschliesslich zu Informationszwecken und stellen keine Anlageberatung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Investitionen in Aktien sind mit Risiken verbunden. Bitte konsultieren Sie einen qualifizierten Finanzberater, bevor Sie Anlageentscheidungen treffen.